Restwertleasing - Autoleasing auch für Privatpersonen?

29.10.2007 Zugriffe: 1112
Langsam aber stetig wurde die Nachfrage nach privatem Autoleasing in den letzten Jahren immer größer. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die Autoindustrie den Markt der „privaten Leaser“ erst relativ spät erkannt hat und erst seit wenigen Jahren gezielte Angebote für Privatkunden maßgeschneidert werden. Obwohl man Werbeaktionen gegenüber von Haus aus immer etwas kritisch eingestellt sein sollte muss doch erwähnt werden, dass Autoleasing für Private mittlerweile durchaus eine attraktive Variante zum klassischen Autokredit sein kann. Potenzielle Leasingnehmer sollten sich allerdings vor dem ersten Gespräch mit dem Berater des Autohauses oder der Hausbank mit den Vor- und Nachteilen der beiden gängigen Leasingvarianten – dem Kilometer- und dem Restwertleasing – vertraut machen. Vorweggenommen werden kann, dass in den meisten Fällen doch eher dem Kilometerleasing der Vorzug gegeben werden sollte. Der Grund hierfür ist einfach erläutert, denn beim Restwertleasing ist es der Leasingnehmer der zum Ende der Laufzeit für die Erzielung eines Fahrzeugrestwertes zu sorgen hat. Wird der vereinbarte Restwert nicht erreicht, so muss der Kunde nachzahlen. Brisant ist dies vor allem deswegen weil zu viele Kunden unbeschwert ein Restwertleasing abschließen ohne sich mit den Vertragsmodalitäten vertraut zu machen. Oftmals wird das Hauptaugenmerk auf niedrige Leasingraten gelegt und geschickte Verkäufer setzen deshalb den Fahrzeug Restwert hoch an um die monatlichen Leasingraten zu drücken. Für Leasingnehmer ist die Restwertvariante unter anderem auch deshalb problematisch, weil externe Einflüsse wie z.B. eine abflauende Nachfrage nach dem geleasten Modell oder negative Presse erheblich den Marktpreis drücken können. Da hilft es auch nichts wenn man den Wagen am Ende des Leasingvertrages in einem Top Zustand übergibt. Beim Kilometerleasing hingegen muss der Leasinggeber lediglich dafür sorgen, dass die vereinbarte Laufleistung nicht überschritten wird. Im Gegensatz zur Preiserzielung bei der Restwert-Variante ist sind die gefahrenen Kilometer eine Variable welche der Leasinggeber sehr gut beeinflussen kann. Die Höhe der monatlichen Leasingraten richtet sich dementsprechend nach der vereinbarten Kilometerlaufleistung. Selbst wenn der Kunde zu viel fährt weiß er im Vorhinein genau wie viel an Extrakosten auf ihn zukommen, da im Leasingvertrag genau geregelt ist, wie teuer ein Mehrkilometer ist. Darüber hinaus ist es auch üblich, dass innerhalb einer gewissen Toleranzschwelle keine Zusatzzahlung zu leisten ist. Außerdem können sich Leasingnehmer die weniger gefahren sind als geplant noch über eine Rückzahlung freuen denn auch Minderkilometer werden (sofern sie außerhalb der Toleranzschwelle liegen) vergütet.

Geschrieben von Claudia Schäfer ( gazzolina [at] gmx.net )




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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 22 May 2008 )
 


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