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Bildende Kunst kann auf viele Arten erschaffen werden. Klassische Methoden sind unter anderem das Darstellen von Sujets auf unterschiedlichen Untergründen wie Papier und Leinwand. Ebenso ist das Bearbeiten geeigneter Materialien zu Skulpturen und Plastiken eine künstlerische Methode, die schon mindestens seit der Altsteinzeit von Menschen praktiziert wird. Mit der Entwicklung fotografischer Techniken seit ihren Anfängen, wo etwa die Camera obscura und später die Laterna magica entstanden, etablierte sich die Fotografie seit dem 19. Jahrhundert als ein komplexes Instrument, das viele Verwendungsarten ermöglichte. Noch heute liegen die Absichten von Fotografen in einem breiten Spektrum zwischen bloßer Dokumentation und Gestaltung einer eigenen Wirklichkeit. Spätestens mit der Erfindung der digitalen Fotografie eröffnet sich dem Bildkünstler ganz neue Möglichkeiten, seinem künstlerischen Anspruch gerecht zu werden. Die entstandenen Bilder können nach der Aufnahme direkt am Computer bearbeitet werden. Entsprechende Programme ermöglichen sogar die Generierung von Bildern am Schreibtisch, die anschließend für weiterführende Zwecke verwendet werden können.
Lange Zeit war das Bearbeiten von digitalen Bildern mit dem Erwerb kostenintensiver Software verbunden. Gerade Privatpersonen, die nur kleine Korrekturen an ihren Hobby- und Freizeitfotografien vornehmen wollen, waren solche Arbeiten verwehrt, weil der Anschaffungspreis eines entsprechenden Programms der Verwendungsintensität nicht angemessen wäre. Mit einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm wie gimp verliert der Zugang zu solchen technischen Möglichkeiten seinen exklusiven Status. Unter Umständen lassen sich mit kleineren Programmen, die das Betriebssystem bereithält, noch Helligkeit, Kontrast und die Bildgröße verändern. Sobald die gewünschte Funktion jedoch diese eher schlichten Regeln übersteigt, erreichen solche Programme schnell ihre Grenzen. Veränderungen und Eingriffe können darüber hinaus häufig nur am ganzen Bild vorgenommen werden. Von Bildmontagen oder der ansprechenden Aufbereitung von Bildmaterial für den eigenen Internetauftritt kann man daher zumeist von vornherein absehen. Mit einer intelligenten Software verschafft sich der künstlerisch orientierte Nutzer Zugang zu einer breiten Palette gestalterischer Möglichkeiten, die mit der Fotografie allein nicht zugänglich wären.
Geschrieben von Karsten Heller ( heller_karsten [at] yahoo.de )
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