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Thursday, 20 December 2007 |
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Autos - Oldies Das GoggomobilEnde 1954 wurde bekannt, dass die den Goggo-Roller herstellende Isaria-Maschinenfabrik in Dingolfing nun ebenfalls einen Kleinstwagen bauen wolle: den oder, besser gesagt, das Goggomobil. Der Antrieb sollte durch einen 250-cm3-Motor erfolgen, und man sprach auch bereits vom Preis, der bei bescheidenen 2900 DM liegen sollte. Noch ahnte man nicht, dass dem Goggomobil weit größerer Erfolg als den meisten anderen Kleinstautomodellen zuteil werden würde.Die Serienherstellung des Goggomobil lief im Frühling 1955 an. Da der Name Goggomobil nicht gerade aufregend klang, wurde dieser in der Form den großen Autos nachempfundene Winzling in Exportgebieten auch Isar genannt. Er kostete 3100 DM, mit 300-cm3-Motor 60 DM mehr. Der Unterbau dieses Fahrzeugs bestand aus einem Plattformrahmen a la VW. Der Motor - ein luftgekühlter Zweitaktmotor mit zwei nebeneinanderstehenden Zylindern und Umkehrspülung -war hinter der Hinterachslinie angeordnet. Der Motor, Ölbadkupplung, das klauengeschaltete 4-Gang-Getriebe und Differential umfassende Antriebsblock war in Gummi gelagert. Der Antrieb erfolgte über offene Halbwellen auf die einzeln aufgehängten Hinterreifen. Diese hintere Pendelachse wurde durch nach hinten gerichtete Längslenker geführt und durch Federbeine -Schraubenfedern mit eingebauten Teleskopstoßdämpfern - abgestützt. Solche Federbeine fanden sich auch bei den Vorderrädern, die an je einem einzigen Dreiecklenker befestigt waren.
Das Goggomobil wies sich durch gute Fahrsicherheit aus. Dank einem Leergewicht von nur 390 kg kam man mit dem 14,8 PS leistenden 300-cm3-Motor zügig voran, falls nur eine Person an Bord war. Hinter den beiden recht bequem dimensionierten Sitzen befand sich eine Kindersitzbank, die sich herausnehmen ließ, so dass ein aufnahmefähiges Kofferabteil entstand. Der Bug der halbselbsttragenden, mit dem Plattformrahmen verschweißten Ganzstahlkarosserie hatte keinen Deckel.
Schon nach einem Jahr hatten die von Hans Glas und seinem Sohn Andreas geführten Isaria-Landmaschinenwerke in den eigens für den neuen Kleinstwagen erstellten Fabrikhallen über lOOOO Goggomobile gebaut, und im Herbst 1956 erreichte der Tagesausstoß 178 Fahrzeuge, von denen 20 Prozent für den Export bestimmt waren. Dabei wurden praktisch alle Hauptteile des Goggomobil einschließlich Motor und Karosserie von der Hans Glas GmbH hergestellt.
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Coupe Auf der internationalen Fahrrad- und Motorradausstellung in Frankfurt Ende 1956 wurden die verbesserten Modelle 1957 vorgestellt. Es wurde nun ein einfacher zu bedienendes Getrag-Ziehkeilgetriebe mit elektromagnetischer Vorwählung eingebaut, bei dem sich der eigentliche Schaltvorgang erst beim Betätigen der Kupplung - somit halbautomatisch - vollzog. Der Motor/Getriebe-Block war neuerdings nach unten gänzlich verschalt. Eine Heiz/Defroster-Anlage war nun serienmäßig und am Armaturenbrett bedienbar. Als große Überraschung wurde ein niedlich gezeichnetes Coupe eingeführt. Seine schnittige 2-f 2sitzige Karosserie war mit (falschem) Kühlerrähmchen und Panorama-Heckscheibe ausgestattet. Im Gegensatz zur Limousine, die erst jetzt Schiebefenster erhalten hatte, besaß das Coupe Kurbelfenster. Bei der Limousine war nun auch ein Rolldach lieferbar. Neu war auch ein Goggomobil-Frontlenker-Lieferwagen der mit Sommerreifen und Winterreifen ausgeliefert wurde.
Anlässlich der internationalen Automobilausstellung in Frankfurt im Herbst 1957 konnten die Isaria-Werke stolz verkünden, bereits 75 000 Goggomobil hergestellt zu haben. Gleichzeitig wurden mehrere Neuerungen vorgestellt: ein - bald wieder vergessenes - Cabriolet auf der Basis des schmucken Coupes, ein neuer 400-cm3-Motor mit 20 PS Leistung, hintere Sitzbank für Erwachsene bei der Goggomobil-Limousine, die auch Liegesitze und Kurbelfenster erhielt.
T600 Wesentlichste Neuheit auf diesem Frankfurter Salon war jedoch das Goggomobil T 600, ein Fahrzeug, das als Klein-, nicht Kleinstauto bezeichnet werden musste. Es besaß eine weit größere Karosserie mit Panoramascheibe und verkörperte konstruktiv einen vollständigen Trendumkehr. Der T 600 hatte nämlich Vorderradantrieb, einen 2-Zylinder-4-Takt-Boxermotor und einen großen Heckkofferraum. Nur die Luftkühlung war als prinzipielles Element beibehalten worden. Wie die Bezeichnung verriet, hatte der 2-Zylinder-Motor dieses neuen Fahrzeugs einen Hubraum von rund 600 cm3. Mit Rücksicht auf die Prämienprogression in der deutschen Haftpflichtversicherung war seine Leistung auf 20 PS beschränkt.
Als das Goggomobil T 600 im Sommer 1958 in Produktion genommen wurde, wies es eine wesentliche Änderung auf: Die Glas-Ingenieure hatten sich für den Hinterradantrieb entschieden. Neben dem 579-cm3-Motor gab es bereits auch eine 682-cm3-Version mit 30 PS. Das 4-Gang-Getriebe mit Mittelschaltung besaß eine Porsche-Synchronisierung. Die Karosserie war selbsttragend ausgeführt und mit einer durch kastenförmige Längsträger versteiften Bodenpartie versehen. Die obere Radführung der Vorderradaufhängung war als Längslenker, die unten als Querlenker ausgebildet. Während vorn langhubige Schraubenfedern Verwendung fanden, war die starre Hinterachse in konventioneller Art durch Längsblattfedern geführt. Vorn wie hinten kamen doppeltwirkende hydraulische Stossdämpfer und progressiv wirkende Gummielemente zum Einbau.
Inzwischen war das beim Coupe eingeführte elektromagnetische Vorwählgetriebe Selectromat auch bei den kleinen Goggomobil-Limousinen lieferbar. Auf der Automobilausstellung in Frankfurt im Herbst 1959 erlebte der bereits im August angekündigte Kombiwagen auf der Basis der grossen Goggomobil T 600 und T 700 seine offizielle Premiere. Er hatte eine Nutzlast von 400 kg und wurde auch als Ambulanz angeboten. Gleichzeitig erhielten die großen Modelle die Zusatzbezeichnung Isar. Als Isar S 35 gab es ein neues Coupe, das den Unterbau des Isar 700 mit der Karosserie des kleinen Goggomobil-TS-Coupes kombinierte. Die Unterschiede bestanden im vorgesetzten, «Ferrari-artig» ovalen Kühlergitter, den vorn angeschlagenen Türen und dem Wegfall der Kühlluftschlitze in den hinteren Flanken. Für dieses hohe Leistung versprechende Coupe war die PS-Zahl durch erhöhte Verdichtung (9,2 statt 7,2 : 1) auf 34 angehoben worden. Der S 35 erlebte aber keine eigentliche Serienherstellung; man blieb bei den TS 250 bis 400.
1959 wurden in Dingolfing 48 000 Goggomobil produziert, davon etwas mehr als die Hälfte große Modelle. Die Exportrate erreichte 24 Prozent. Auf dem australischen Markt tauchte unter dem Namen Dart ein Sportwagen mit 300-cm3-Heckmo-tor von Goggomobil auf... Ab Ende 1961 gab es die Marke Glas, das Goggomobil aber sollte noch bis 1969 weitergebaut werden, als die Hans Glas GmbH längst von BMW übernommen worden war (1966).
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Jessi Kiefer immax159(ät)yahoo.de |
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Geschrieben von Alex Kiefer ( immax159 [at] yahoo.de )
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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 27 December 2007 )
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