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Verwendung von Holz in der Malerei
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Monday, 31 December 2007 Zugriffe: 594
Viele Jahrhunderte war Holz der bedeutendste existierende Bildträger in der Kunst und im Kunsthandwerk. Ohne diesen Werkstoff wären viele Bildern und Grafiken in der Malerei bis weit ins 17. Jahrhundert undenkbar gewesen. Holz ist ein einzigartiger Rohstoff und braucht lange bis zur vollständigen Trocknung. Immer wieder kann es auf Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswechsel reagieren. Somit werden hohe Anforderungen an Auswahl, Lagerung, Verarbeitung und Aufbewahrung des Holzes gestellt. Kunsthandwerker sind von Beginn der Nutzung an mit dieser Problematik vertraut und entwickelten im Laufe der Zeit immer neue Verfahrenstechniken mit diesen natürlichen Voraussetzungen.
So ist die Auswahl der für den Verwendungszweck geeigneten Holzart von großer Wichtigkeit. In der Regel wurde von Künstlern Holz aus der jeweiligen Region verwendet, denn ein Holztransport war auf damals unbefestigten Wegen über größere Entfernungen fast nicht machbar. Künstler auf Reisen nutzten bisweilen regionaltypische Hölzer aus den gleichen Gründen. Gerade in der italienischen Malerei wurden in zunehmender Weise großformatige Bilder gefertigt. Dafür war es nötig, mehrere Holzplatten miteinander zu verkleben. Dafür eigneten sich Mittelbretter des Holzstammes, die sich in der Regel später nicht oder kaum verziehen.
Die Problematik des Untergrundes aus lebendem Material führte zusammen mit der Nachfrage nach immer größer werdenden Formaten schließlich zur Verdrängung der Holztafel als Bildträger. Mit modernen Werkzeugen hergestellte Holzwaren bieten in der Gegenwart aber sinnvolle Alternativen unter weitgehendem Ausschluss der aufgeführten Eigenheiten.

Fertig grundierte Malplatten aus Holz in Verbindung mit kaschiertem Gewebe verfügen über gleiche Eigenschaften wie Hartfaserplatten. Sie sind sehr leicht, stabil und lassen sich Platz sparend lagern.

Eine Malplatte aus Holz bietet die Möglichkeit, mosaikartige Bildkompositionen zu fertigen. Sie werden wie andere Holzobjekte grundiert und erlauben alle gängigen Techniken der Malerei. Auch auf Metallplatten wurden Versuche in der Malerei bewerkstelligt. Die Etablierung von Drucktechniken mit Metallplatten bildete sicher die Grundvoraussetzung dafür, dass beispielsweise Kupfer vorübergehend auch eine bedeutende Rolle in der Miniaturmalerei spielte. Dabei war Vorzug und Verlockung für den Miniaturisten eindeutig die Glätte und die hervorragende Oberflächengüte des Kupfers, die eine emailartige Bemalung zulässt.



Geschrieben von Bernhard Heß ( info [at] dukasi.de )
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