Zusammensetzung und Herstellung von gebräuchlichen Farben.

20.07.2007 Zugriffe: 2795

Farben bestehen aus Pigmenten und Bindemitteln. Teilweise werden auch Füllstoffe zugesetzt, um die Farben etwas zähflüssiger zu machen. Pigment wird eine weiße, schwarze oder farbige pulverförmige Substanz genannt, die in Wasser bzw. in wässrigen Binde- und Lösungsmitteln fast nicht zu lösen ist. Farbe, Farbkraft, Reinheit, Lichtechtheit, Deckkraft und die Transparenz der Farbe wird durch die enthaltenen Pigmente bestimmt. Ein Bindemittel hat die Hauptaufgabe, die einzelnen Pigmentteilchen zu umhüllen, um sie miteinander und mit dem Untergrund zu verkleben. Der Charakter der Farbe sowie die Eigenschaften einer Farbschicht werden durch das zugesetzte Bindemittel bestimmt. Aus diesem Grund werden Farben auch oft mit dem Namen ihres Bindemittels bezeichnet, wie beispielsweise Öl- und Acrylfarbe. Bei Pigmenten unterscheidet man in anorganische und organische Pigmente. Anorganische Pigmente sind natürliche Erde, wie Ocker, Umbra oder Siena. Auch gebrannte Erde wird den anorganischen Pigmenten zugerechnet. Es gibt sehr viele unterschiedliche organische Pigmente. Diese bestehen aus Kohlenstoffverbindungen und waren in der Vergangenheit häufig pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. In der Gegenwart können Pigmente in darauf spezialisierten Fabriken auch künstlich hergestellt werden. Im Kunsthandwerk der Malerei blickt Leinöl auf eine sehr lange Geschichte zurück. Schon im 6. Jahrhundert wurde es als Firnis benutzt. Aus überlieferten Schriften geht hervor, dass im 9. Jahrhundert bei Auftragsarbeiten bereits Ölfarben für die Verzierung von Wappenschilden verwendet wurden. Ab dem 15. Jahrhundert verbreitete sich die eigentliche Malerei mit Ölfarben immer mehr. Das Leinöl wird aus den Samen des Flachses gewonnen. Die wichtigsten Erzeugungsgebiete sind die USA, Argentinien und Russland. Bei der Malerei wird Leinöl gerne in rohes Leinöl gegenüber gekochtem oder gebleichtem Leinöl unterschieden. Die Beschreibung „roh“ sagt aber nicht über seinen Reinheitsgrad aus. Deshalb wäre der Begriff „gereinigtes Leinöl“ viel zutreffender.



Geschrieben von Bernhard Heß ( info [at] dukasi.de )





Hier finden Sie ähnliche Beiträge

Suchbegriffe
Kunst Farben Malerei Kunsthandwerk

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 24 July 2007 )
 


Kommentar schreiben
Sicherheitscode     Aktualisieren