Aufnäher als Fanartikel

28.01.2009 Zugriffe: 154

Aufnäher

Ein Loch in der Jeans? Kein Problem; ein Aufnäher angebracht und schon ist das Lieblingsteil gerettet. Egal ob Mädchen oder Junge, irgendwann entdeckt jedes Kind seine Vorliebe für individuelle Motive. Später schmücken die Abzeichen aus Stoff oft Uniformen, Berufsbekleidung oder Sportanzüge. Immer wenn Menschen einer bestimmten Interessengruppe angehörigen, kommen derartige Applikationen zum Einsatz. Das kann ganz im Sinne eines Auftraggebers sein, aber auch Sympathie bekunden. Sehr beliebt sind auch Fanartikel wie Patches von Bands oder Stars.Oft werden sie zum heißbegehrten Sammelobjekt.Hobbyschneiderinnen peppen damit ihre selbst genähte Garderobe auf, finden ihren originellen Style. Ihnen steht eine riesengroße Auswahl zur Verfügung. Ob nun klassisch gestickt, bunt bedruckt, mit Strasssteinchen verziert oder von Silber- und Goldfäden durchwirkt, die Angebotspalette ist fast unbegrenzt. Ganz nach der jeweiligen Zielgruppe richten sich Form und Beschaffenheit, fast grenzenlos scheinen Design und Farben. Nahezu alle textilen Stoffe sind für derartige Patches geeignet.Doch ehe die Stoffabzeichen Personen ausstatten oder legitimieren, müssen sie produziert werden. Ihre Fertigung durchläuft verschiedene Schritte. Stehen Gestalt und Machart fest, wird eine Vorlage erstellt. Das kann der Kunde am heimischen PC tun oder sich auf professionelle Dienstleister verlassen. Per E-Mail landen die Skizzen, Grafiken und Entwürfe beim Anbieter, vorausgesetzt sie sind im JPG-Format und haben mindestens 300 dpi an Auflösung. Der bringt sie auf ein sogenanntes Trägermaterial, danach laufen die Stick- oder Webmaschinen. Im Anschluss folgen der saubere Schnitt oder das exakte Auslasern. Dabei verschmelzen die Fäden miteinander, so dass eine präzise Kante entsteht. Beim Umketteln fasst ein Stickrand das Motiv ein. Qualitativ hochwertige Aufnäher laufen in der Wäsche nicht aus, gelten als farbecht. Ferner ist es machbar, die Rückseite mit einer Bügelfläche zu versehen. Das Aufbügeln geht schnell und ohne großen Aufwand. Nach einem Bügeltest an unauffälliger Stelle bringt man den Aufnäher in Position. Darauf ein feuchtes Baumwolltuch zum Schutz der Stickerei und dann kräftig mit einem heißes Bügeleisen Druck ausgeübt; nach 30 Sekunden ist das Abzeichen fest und kann zusammen mit anderen Textilien bei maximal 50 Grad Celsius in die Waschmaschine.



Geschrieben von Erwin Huber ( erwinhuber [at] onlinehome.de )




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