Gute Filme - Was macht sie aus und warum gibt es sie im Fernsehen nicht mehr?
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Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Was der eine an einem Film mag, kann dem anderen missfallen. Doch gibt es nicht ein paar Kriterien, die eigentlich jeder - auch der Laie - anwendet, um einen Film zu beurteilen? Was lässt uns einen guten Film als solchen einstufen?
Gute Filme sprechen emotional an, sie überzeugen in ihrer Dramaturgie und auch auf formal-ästhetischer Ebene. Gute Filme nehmen den Zuschauer also mit auf eine Reise: Er verliert seine Distanz zum Gezeigten und wenn er sich auch nicht unbedingt mit den Figuren identifiziert, so berührt ihn die Handlung doch. Gute Filme erzählen überdies eine logische, wohl durchdachte (evtl. auch spannende) Geschichte und zeichnen sich durch gekonnte Kameraführung, perfekten Schnitt und authentisches Bühnenbild aus. Getragen werden gute Filme natürlich von brillanten schauspielerischen Leistungen.
Denkt man an diese Kriterien, so überkommt einen ein leichtes Frösteln, wenn man an die deutsche Fernsehlandschaft denkt. Filme, geschweige denn gute Filme, sind hier schwer zu finden. Woran das liegt? Generell ist seit Jahren ein beständiger Rückgang der Filmausstrahlungen im deutschen Fernsehen zu vermerken: Serien boomen und beherrschen mittlerweile die Sendeplätze, die ehemals für Filme reserviert waren. Statt einer Erstausstrahlung sieht man so an einem Sonntag im TV oft nur Wiederholungen, Shows oder Serien. Während früher die Fernsehsender mit guten Filmen um die Einschaltquoten buhlen mussten, haben die Zusammenschlüsse der großen Sender nun fast jegliche Konkurrenz ausgeschlossen. Gute Filme muss man da nicht mehr einkaufen.
Ärgerlich ist auch die Programmplanung der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender: Hier werden zwar gute Filme eingekauft - die Ausstrahlung dieser Perlen der Filmgeschichte wird dann aber häufig auf mitten in der Nacht gelegt.
Geschrieben von Pia Engel ( pia_engel_ [at] gmx.de )
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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 04 August 2011 )
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