Druckverfahren

11.04.2007 Zugriffe: 1781
Der Tampondruck Der Tampondruck eignet sich besonders in Fällen, in denen ein unebener Gegenstand bedruckt werden soll. Im Gegensatz zum Siebdruck (der sich nur für glatte, ebene Oberflächen eignet) können mit diesem Verfahren sogar komplizierte Oberflächen wie etwa Modelleisenbahnen bedruckt werden. Speziell für die Werbemittelbranche ist der Tampondruck von entscheidender Bedeutung, da viele zu Werbezwecken genutzte Gegenstände unebene Oberflächen aufweisen. Der Tampondruck zählt zu den indirekten Druckverfahren nach dem Tiefdruckprinzip. Dafür wird zunächst ein Druckklischee hergestellt, welches das Druckbild trägt. Dann wird mit Hilfe einer Rakel die Farbe auf das Klischee aufgebracht und anschließend werden die überflüssigen Farbanteile abgewischt. Der sogenannte Tampon, ein weicher, meist aus gummiähnlichen Silikonen hergestellt Gegenstand, wird daraufhin auf das Klischee wie ein Stempel abgesenkt und nimmt bei diesem Vorgang die Farbe dem Druckbild entsprechend auf. Anschließend wird mit dem Tampon die Farbe auf den zu bedruckenden Gegenstand übertragen. Da das Grundmaterial des Tampons sehr elastisch ist, kann es sich perfekt der Oberfläche des Gegenstandes anpassen und die Farbe optimal aufdrucken. Da der Tampon selbst aufgrund seiner Oberflächenstruktur kaum Farbe aufnimmt, kann die Farbe, die vom Klischee aufgenommen wurde, nahezu vollständig übertragen werden. Auf diese Weise können verschiedene Materialien und Gegenstände bedruckt werden, die mit den bekannten Techniken wie etwa dem Siebdruck nicht veredelt werden können. Mögliche Anwendungen wären etwa auf Materialien wie Holz, Glas, Keramik, Textilien oder Metallen denkbar. In der Werbeartikel - Branche kommt der Tampondruck besonders häufig zum Einsatz, da hier häufig unebene Oberflächen bedruckt werden müssen. So zählt etwa der Druck auf Feuerzeugen, Stiften, Tassen und anderen runden oder unebenen Werbeartikel zu den häufigsten Anwendungsgebieten dieser Drucktechnik. Zu beachten ist, dass der Tampondruck neben dem Siebdruck heute zu den aufwendigeren Drucktechniken zählt und meist Vorkosten abgerechnet werden, um die Herstellung des Klischees und des Tampons auszugleichen. Daher bietet sich diese Druckmethode meist erst ab höheren Stückzahlen an. Der Siebdruck Der Siebdruck, früher auch „Serigrafie“ genannt, gilt als das viertälteste Druckverfahren der Welt. Aufgrund der vielfältigen Anwendungs- und Farbgestaltungsmöglichkeiten wird dieses Verfahren auch heute noch häufig angewendet und spielt vor allem für die Herstellung von Werbeartikeln eine große Rolle. In Abgrenzung zu den Hoch-, Tief- und Flachdruckverfahren zählt der Siebdruck zu den Durchdrucktechniken. Diese Bezeichnung ergibt sich aus dem Ablauf des Druckverfahrens: Dabei werden Farben mit Hilfe einer Rakel durch ein zuvor angefertigtes und vorbereitetes textiles Gewebe, das Sieb, gedrückt und so auf die darunter liegende Oberfläche gedruckt. Das Sieb ist nur an den vorgesehenen Stellen durchlässig und sorgt so für einen punktgenauen Auftrag der Farbe. Die Siebe für den Siebdruck können auf unterschiedliche Weise hergestellt werden. So hat es vor allem im künstlerischen Bereich in der Vergangenheit immer wieder experimentelle Formen diese Druckverfahrens gegeben. Heute wird jedoch zumeist die photochemische Übertragung zuvor hergestellter Positivfilme genutzt. Dazu wir das Textil, das als Sieb dienen soll, mit einer lichtempfindlichen Masse bestrichen. Dann wird das Gewebe mit der Emulsion durch ein Positivbild, auf welchem das gewünschte Motiv abgebildet ist, mit UV-Licht bestrahlt. Dabei verfestigen sich die Bereiche, auf die das Licht gelangt, die nicht-belichteten Bereiche bleiben flüssig und können im Anschluss an den Vorgang ausgewaschen werden. Nun wird pro gewünschter Druckfarbe jeweils ein solches Sieb angefertigt. So wird in mehreren Durchgängen eine Farbe nach der anderen durch das jeweilige Sieb aufgetragen. Zwischen den einzelnen Durchgängen muss der bedruckte Gegenstand einige Zeit trocknen. Unterschiedliche Farbmischungen und Farbverläufe können durch Mehrfachauftrag oder durch eine bestimmte Rasterung erreicht werden. Aufgrund dieses einfachen, aber langwierigen Prozesses wird der Siebdruck meist erst ab größeren Auflagen kommerziell genutzt. Die Anfertigung der Siebe ist zudem oft mit Vorkosten verbunden, die der Auftraggeber vor dem ersten Druck zahlen muss. Davon abgesehen sind den Anwendungsmöglichkeiten für den Siebdruck kaum Grenzen gesetzt. Mit diesem Verfahren können verschiedenste Materialien wie Papier, Kunststoffe, Textilien, Keramik, Metall und Glas bedruckt werden. Die Lasergravur Der Ausdruck „Gravur“ bezeichnet all diejenigen Beschriftungsverfahren, bei denen ein Teil des zu veredelnden Gegenstandes entfernt wird, um durch diese Wegnahme ein Motiv oder einen Schriftzug zu hinterlassen. Dank der Entwicklung der Lasertechnik können heute auch kleinste Bereiche, unzugängliche Stellen und sogar das Innere von transparenten Werkstoffen graviert werden. Die Anwendung der Lasergravur eignet sich immer dann, wenn ein Farbauftrag nicht die gewünschten Ergebnisse bringen würde. Dies kann aus verschiedenen Gründen der Fall sein. Oft eignet sich der Gegenstand selbst aufgrund seiner Form oder seiner Oberflächenbeschaffenheit nicht für die gängigen Druckverfahren. So kann es beispielsweise problematisch sein, moderne Werkstoffe wie Edelstahl oder Acrylglas mit Farbe zu verzieren. Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium ist die Belastung durch verschiedene äußere Einflüsse, dem der Gegenstand voraussichtlich ausgesetzt werden wird. Gerade bei Werkzeugen, die z. B. Säure ausgesetzt sein könnten, bietet sich die Lasergravur an, da sie haltbarer und widerstandfähiger ist, als handelsübliche Farben und Lacke. Generell zeichnet sich die Lasergravur also vor allem durch die hohe Belastbarkeit und die Langlebigkeit der so behandelten Gegenstände vor allen anderen Verfahren der Oberflächenveredelung aus. Durch ihre Vielseitigkeit kann die Lasergravur auch für empfindlichste Gegenstände und Materialien und die Beschriftung auch schwer zugänglicher Stellen genutzt werden. So werden unter anderem Werbeartikel zu hochwertigen Designobjekten, die mit filigranen Motiven und besonderen Effekten veredelt werden können. Viele Anbieter dieses Verfahren haben sich bereits auf die 3-D-Gravur verschiedenster Objekte aus Glas oder Acryl spezialisiert, bei der in das Innere des jeweiligen Gegenstandes ein dreidimensionales Motiv graviert wird, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Auf diese Weise lassen sich besondere Werbeschenke in jeder Größe und Form realisieren. Ob Schlüsselanhänger oder Riesenskulptur: der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Ein weiterer Vorteil der Lasergravur ist, dass hier im Gegensatz zu herkömmlichen Druckverfahren wie dem Siebdruck keine Vorkosten entstehen: die bewährten Computerprogramme, die den Laser bei der industriellen Produktion lenken, können jederzeit und ohne Aufwand auf neue Motive und Vorlagen eingestellt werden. Daher kann die Lasergravur auch bei kleinen Stückzahlen eingesetzt werden. Nähere Informationen sind unter http://www.BoKonzept.de zu finden. Ebenso steht das BoKonzept Team jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Jörg Bogumil - jb[at]bokonzept.de

Geschrieben von Jörg Bogumil ( jb [at] bokonzept.de )





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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 26 April 2007 )
 


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